Sinn durch Unsinn

 

Der Sinn des Lebens ist es, keinen Sinn in ihm zu suchen. Sein heißt, das Thema Sein sein zu lassen. Wo der Sinn aber stiften geht, macht Unsinn Sinn. Beispielsweise beim Vortrag von Klokalendersprüchen auf einem Allgemeinplatz. Die Intellektuelle dagegen benötigt für ihre Existenz Existenzialismus. Andere -ismen kommen ihr nicht in den Sinn; und um diese Dinge zu verstehen, hat sie den siebten Sinn. Vielen reicht es, ihre fünf Sinne beisammen zu haben, plus den sechsten für die Sinnlichkeit. Alternativ mag man von Sinnen sein und sich, Simsalabim, übersinnliche Kräfte zulegen.

Wirklich weiter kommt man aber nur durch mehrfache Sinnlosigkeit. So mag man sein Unheil suchen im Spießertum, denn Sinister und Philister sind Geschwister, aber bitte: das vergißter!