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podex des Populismus

Populismus vollendet die Demokratie auf dem kleinsten kognitiven Nenner. Einmaleins der Demokratie: wirb nicht für das Gebotene, sondern mache Politik nach Höchstgebot. Nicht auseinander dividieren, denn Toleranz schließt die Intoleranten ein, die nach dem Ende der Toleranz trachten. Richtig ist, was der Gefühlswelt Sofortheilung schenkt; falsch, was das Falsche in der Außenwelt falsch nennt. Die Mehrheit hat recht, und wenn die Mehrheit gar keine Meinung hat, schlägt sie sich auf die lautere Seite. Dass Politiker deshalb die Lauteren bespielen, ist nicht unlauter, nur weil ihre Argumente mit Logikverstoßen gedopt sind. Lieber gleich der intellektuellen Insolvenz mit eigenem Kognitionskonkurs entgegen kommen.

Den Hintern hoch, wenn es verlangt wird, aber gleich wieder hinsetzen, denn für den Diskurs reichen deine vier Buchstaben. Erwachsene gehören in ihrer Kindlichkeit abgeholt, zukunftsinteressierte Kinder in Regen und Flut stehen gelassen. Es obsiegt der Ohrwurm der gestrigen Welt, in der kein Klima wurmt. Anderslautendes verdampft in der Hitze asphaltierter Städte; und es gelingt, weiteren Beton im Oberstübchen anzurühren, Auswege aus dem Problemgelage zu blockieren und Klimaklebenden eine zu kleben.
 

Als guter Demokrat darfst du am Ende nicht dagegen sein, dass die Mehrheit die Abschaffung ihrer Zukunft beschließt. Bist du dagegen, so bedenke, dass sich nur in künftiger Zukunftslosigkeit herausstellen kann, dass du heute recht hattest.

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