Arbeit ist das ganze Leben

Der Sinn des Lebens ist es, zu arbeiten, Bruttosozialprodukt herzustellen und Reichtum (anderer) zu mehren. Arbeit, bei der man sich verausgabt, dient dem Ausgeben des Arbeitslohns. Eine runde Sache, denn es schenkt dem homo labores neue Motivation zur Rückkehr an die Arbeit.

Ohne Arbeit ist alles nichts, wie schon der Gottvater des Arbeitsfetisch, Martin Luther, beflissen notierte. Der stabilste Sinn ist der aus sich selbst gemachte, und das rundeste Argument das zirkuläre. Selbst das vom Gesundheitsgedanken fehlgeleitete Konzept der Work-Life-Balance ist gar nicht so schlecht, falls sich das Leben dem Job unterordnet.

Einst gefährdete technischer Fortschritt die Arbeitslast, es drohte die 30h-Woche und weniger. Doch ist es gelungen, Maschine und Mensch Mehrarbeit zu schenken und zu erkennen, dass das Leben seinen Sinn mit der Rente verliert. Folgerichtige Lösung: arbeiten bis ins Grab, sterben bei der schönsten Sache, berufsbezogener Tod.