Schnellgerichte, Fastfood der Strafjustiz

Heißhunger ist ein Affekt und ein Schnellgericht dafür da, ihn zu stillen. Wenn Zähne klappern, Saft aus Lefzen fließt, gehört der Mordshunger befriedigt, auf dass sich Rechtsfrieden einstelle,̵ ̵u̵n̵d̵ ̵d̵i̵e̵ ̵R̵e̵c̵h̵t̵e̵n̵ ̵F̵r̵i̵e̵d̵e̵n̵ ̵g̵e̵b̵e̵n̵. Wo es brodelt und kocht, werden Gerichten keine langen Garzeiten eingeräumt. Sonst früge sich, ob das Kochen eines lebendigen Hummers reversibel ist, falls sich dieser als unschuldig erweist. Wo großer Hunger, ist nicht mehr weichzukochen, was bereits vor Zorn entbrannt. Den harten Knochen kriegst du nicht weich, obwohl zu ihm ein ein breiiges Hirn gehört.
Ein Schnellgericht im Bauch zwingt das Wutbürgy immerhin zum Verdauen. Doch dürftig Gedachtes mündet in Notdurft. Wo schlecht gekaut, der Stuhlgang verhaut. Obschon das Ergebnis weich, erfolgt ein hartes Urteil. Die Gewaltspirale dreht sich um sich selbst, und ob ein Tauchsieder sie abzukühlen hilft, wird andermal erörtert.