Schnellgerichte, Fastfood der Strafjustiz

Heißhunger ist ein Affekt und ein Schnellgericht dafür da, ihn zu stillen. Wo Zähne klappern, Saft aus Lefzen fließt, gehört der Mordshunger befriedigt, auf dass sich Rechtsfrieden einstelle,̵ ̵u̵n̵d̵ ̵d̵i̵e̵ ̵R̵e̵c̵h̵t̵e̵n̵ ̵F̵r̵i̵e̵d̵e̵n̵ ̵g̵e̵b̵e̵n̵. Nicht die Klimakrise bekämpfen, sondern die Menschen, die die Klimakrise bekämpfen! Wo es eh schon brodelt und kocht, brauchen Gerichte keine langen Garzeiten mehr. Wo das Ergebnis zu heiß für den Mund, beschert schnelles Verschlingen das Bauchgefühl einer fetten Mahlzeit. Wo schlecht gekaut, der Stuhlgang verhaut. Das Urteil ist hart, das Ergebnis notdürftig.

Doch sollst du dir über ein Gericht kein Urteil erlauben! Sonst zeigt, genau wie die Redefreiheit beweist, dass es keine Demokratie gibt; selbst ein gutes Gericht, dass das Gerichtswesen nichts taugt. Die Spirale von Angst und Gewalt dreht sich um sich selbst, und ob ein Tauchsieder sie abzukühlen vermag, wird andermal erörtert.